Workshop Landschaftsfotografie im Harz: Ein Rückblick

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Workshop Landschaftsfotografie im Harz: Ein Rückblick

In der Landschaftsfotografie ist der Herbst eine ganz besondere Jahreszeit. Schließlich verleiht der intensive Farbenrausch aus Gelb-, Orange- und Rottönen jedem Outdoorfoto das gewissse Etwas. Nicht von ungefähr habe ich deshalb meinen letzten Workshop zur Landschaftsfotografie für Light & Land auf das letzte Oktober-Wochenende gelegt.

Als ich am Freitagabend in Thale ankam, erwartete mich statt goldenem Herbstlicht ein trist-feuchtes Grau über nassen Bergstraßen. Das sei schon die ganze Woche so, sagte die Rezeptionistin wie zur Entschuldigung, als ich im Hotel eincheckte. Na prima. Ich hoffte inständig, dass sich die überaus positive Wetterprognose für das Wochenende doch noch bewahrheiten würde, schließlich würden meine Teilnehmer morgen extra für diesen Workshop aus ganz Deutschland anreisen.

Am nächsten Morgen, noch weit vor Sonnenaufgang, legte ich einen Sprint zur Rosstrappe zurück, um die Bedingungen zu prüfen. Immerhin, schon deutlich besser als gestern. Das Bodetal war zwar komplett zugenebelt. Doch immerhin stand am Horizont hinter mir schon ein schwaches Leuchtband und es waren nur in paar Schleierwolken am Himmel zu sehen. Vielleicht hatte Petrus heute ja doch noch ein Einsehen.

Um soviel wie möglich vom Tag zu nutzen, trafen wir uns bereits im Morgengrauen um 7.30 Uhr. Wir machten uns dann auch ohne viel Zeit zu verlieren auf den Weg zur ersten Foto-Location, der Roßtrappe, einer über 400 Meter hohen Felsformation mit spektakulärem Blick in den Canyon des Bodetals. Ich atmetete auf. Nicht nur, dass gerade die Morgensonne aufging und den Canyon in einem magischen Licht illumnierte, auch die dichte Nebelwand hatte sich aufgelöst und stattdessen schwebten nun märchenhafte Schwaden zwischen Felszacken und bunten Baumkronen. Caspar David Friedrich – übrigens eine der größten Inspirationen für mein fotografisches Schaffen – wäre neidisch gewesen. Abgesehen von einem Filmteam der ARD hatten wir die Kulisse auch für uns allein und so wurde fotografiert was das Zeug hielt.

Nach diesen ersten, bereits sehr vielversprechenden Aufnahmen ging es zurück und zum wohlverdienten Frühstückskaffee. Nebenbei führte ich die Teilnehmer in die technischen und gestalterischen Aspekte der Landschaftsfotografie ein. Was macht ein gutes Landschaftsfoto eigentlich aus, wie kann man mit natürlichem Licht arbeiten, wie kann man ein Bild kompomieren, mit welchen Kameraeinstellungen und welcher Fotoausrüstung kann man welche Resultate erzielen? Was ist eigentlich hyperfokale Distanz und wie kann man sie nutzen? Nicht zuletzt war es mir wichtig, meinen Weg und Ansatz in der Landschaftsfotografie aufzuzeigen.

So präpariert ging es bald wieder zum praktischen Teil. Schließlich kommt Workshop von Arbeiten und so sollte das praktische Selbermachen im Vordergrund stehen. Dieses Mal mal fuhren wir hinunter ins Bodetal, was wir heute morgen noch aus der Vogelperspektive fotografiert hatten. Was uns dort erwartete übertraf alle meine Wunschvorstellungen, ein absolutes Farbfeuerwerk, wie ich es hier so auch nicht gesehen habe. Goldenes Licht. Motive en masse. Wir hätten auch noch Stunden hier unten bleiben können. Doch die nächste spannende Location wartete schon auf uns.

Nach einer kurzen Stärkung waren wir alle bereit für die sagenumwobene Teufelsmauer, der wir bis nach Sonnenuntergang unsere Aufmerksamkeit schenken wollten. Nachdem ich die verschiedenen Standorte und Perspektiven vorgestellt hatte, begannen alle die Kameraeinstellungen für den Sonnenuntergang vorzunehmen. Eine halbe Stunde später begann sich der Himmel dramatisch zu verfärben, erst in toskanisch anmutenden Pastelltönen und schließlich in glühenden Leuchtfarben. Während sich die letzten Touristen auf den Heimweg machten, zog Dunst über den Feldern auf und wir fotografierten munter weiter. Erst weit nach Sonnenuntergang ging es zurück zum Abendessen.

Mit einer gemeinsamen Bildauswertung  und der Vorstellung von Möglichkeiten der Bildbearbeitung und meinem persönlichen Workflow ließen wir diesen intensiven, aber wunderschönen Tag gemütlich ausklingen.

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer für die grandiose Zeit, Euer Engagement und Neugierde!

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Teilnehmerstimmen 

(mit freundlicher Genehmigung von Light & Land)

„Ein rundum gelungener Tag! Meine Erwartungen wurden übertroffen. Es war eine sehr nette Truppe. Es war ein Miteinander, man konnte voneinander lernen.“

„Aufgrund der guten Organisation hat alles sehr gut funktioniert (das Wetter war natürlich ein Traum) Ich habe nicht den Hauch einer Idee, wie man den Tag hätte besser gestalten können!“

„Der Kurs entsprach genau dem, was ich mir gewünscht hatte. Der Workshop war vom Treffpunkt und den folgenden Foto-Locations her, gut durchdacht. Die Stimmung war sehr angenehm und entspannt und David hat es gut verstanden, Theorie und Praxis sinvoll miteinander zu verbinden. Selbst an ein paar Snacks und etwas zu trinken für unterwegs hatte David gedacht. Insgesamt wurde mehr geboten, als man erwarten konnte. Mir fällt nichts ein, was verbesserungswürdig wäre.“

„Tolle Sache….wunderbar, inspirierend und Lust auf mehr machend.“

„Herr Köster ist ein sehr sympathischer, aufmerksamer und aufgeweckter Fotograf und Lehrer, der seine Hilfe individuell und geduldig angeboten hat. Nebst den wunderbaren Plätzen, die er uns gezeigt hat, hatte er viele hilfreiche Tipps und zusätzliche technische Informationen, die ich praktisch anwenden konnte.“


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