Auckland: Die Stadt der Segel

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Auckland: Die Stadt der Segel

Neuseeland 100 Auckland

Wer das Glück hat  in Auckland zu wohnen, kann Lebensqualität pur genießen. Genau genommen sogar so viel wie an kaum einem anderen Ort dieser Welt. Die Metropole im Südpazifik zählt laut eines renommierten Städte-Rankings zu den fünf lebenswertesten Städten dieser Erde. Und so wundert es nicht,  dass die größte Metropole Neuseelands bis heute bereits über 1,3 Millionen Menschen angezogen hat. Dies ist immerhin mehr als ein Drittel der neuseeländischen Bevölkerung.

Auckland ist aber nicht nur nach Einwohnern, sondern auch bei Wirtschaft und Kultur die heimliche Hauptstadt des Inselstaates. Den offiziellen Status als Kapitale musste Auckland zwar 1865 an das auch heute wesentlich kleinere Wellington abgeben. Dies hat aber dem Wachstum keinerlei Abbruch getan. Im Gegenteil, Auckland wächst beständig weiter und wird dabei immer kosmopolitischer. Vor allem aus Südostasien und dem Pazifikraum zieht die Stadt stetig neue Einwanderer an. Je nach Stadtteil weht denn auch schon einmal fröhliches Südseeflair durch die Straßen und wähnt den erstaunten Besucher auf Samoa, Tonga oder den Fidschis. Tatsächlich ist Auckland heute die polynesische Welthauptstadt: In keiner Stadt leben mehr Südseeinsulaner als hier. „Auckland’s heart beats to a Polynesian rhythm.“, lautet passend das Credo der Metropole.

Urbane Enge kommt trotz aller Popularität bislang nicht auf. Das Stadtgebiet verteilt sich äußerst weiträumig und weitgehend flach gebaut über gut fünfzig Vulkanhügel. Gemein ist allen, dass sie in jeglichen Himmelsrichtungen von Wasser umgeben sind. Auckland ist wahrlich gesegnet durch seine exponierte Lage auf einer schmalen Landenge, die den Pazifik von der Tasman Sea trennt.

Das allgegenwärtige und bestimmende Element Aucklands brachte ihr auch den schönen Beinamen „City of Sails“ ein. Wer das erste Mal über die Harbour Bridge fährt, versteht sofort warum. Gut 70.000 Segelschiffe liegen in hier elegant, weiß-verchromt unter der Sonne funkelnd, in einer der vielen schmucken Marinas. Außer an sommerlichen Wochenenden. Dann nämlich, so zumindest wird gesagt, ist wenigstens jeder zweite Aucklander unter wehenden Segeln.

Faszinierende Ausflugsziele in der Umgebung gibt es schließlich in Hülle und Fülle. So gelangt man vom Stadtzentrum binnen einer Stunde zu mehr als 120 Stränden. Mal blendend weiß, dann wieder vulkanisch dunkel, laden diese zum Entspannen, Baden, Angeln und Wellenreiten ein. Das milde, subtropische Klima bietet dafür ideale Voraussetzungen. Auch Ausflüge durch den Hauraki Gulf in die nahe Inselwelt werden gern unternommen: etwa nach Waiheke oder etwas weiter zur Great Barrier Island oder nach Kawau.

Aber auch die Stadt selbst weiß den Besucher zu verzücken. Zunächst mit dem hübschen Zentrum, das, wie sollte es anders sein, natürlich am Wasser liegt. Die Downtown erstreckt sich unweit des Waitemata Harbours entlang der Queen Street. Auf Grund ihrer vielen prächtigen Gebäudefassaden wird sie auch die Golden Mile genannt. Sehenswert und ein guter Ausgangspunkt für einen ersten Stadtrundgang ist das Hafengebäude, das backsteinerne Ferry Building. Westlich davon liegt das Viaduct Basin, das mehrfach Austragungsort des America’s Cup war und dafür grundlegend modernisiert und aufgewertet wurde. Hier und im sich anschließenden Princess Wharf finden sich heute in maritimen Ambiente vor allem Restaurants, Bars und Luxushotels. Der innerstädtische Höhepunkt – und das ist durchaus wortwörtlich zu verstehen – ist natürlich der 328 m hohe Sky Tower. Mit seiner außergewöhnlichen Silhouette prägt er Aucklands gläsernes Panorama unverwechselbar und ist das höchste Gebäude der südlichen Hemisphäre.

Auch die anderen Stadtteile haben jede Menge Charme und ihre Sehenswürdigkeiten. Parnell ist der älteste Stadtteil und verzückt mit seinen historischen Holzvillen und den vielen Galerien und Boutiquen. Das Auckland Museum thront hier auf einem Hügel und birgt unzählige Exponate der Maori-Kultur und Zeugnisse der jungen neuseeländischen Geschichte.  Über die malerische Küstenstraße, den Tamaki Drive gelangt man nach Orakai, den nobelsten Teil Aucklands. Hier ist vor allem Kelly Tarlton´s Antarctic Encounter & Underwater World einen spannenden Besuch wert. Devonport, dass man mit einer kurzen Fährfahrt erreicht, ist wiederum durch seine viktorianische Architektur und den tollen Aussichtspunkt Mount Victoria berühmt geworden. Vis-a-vis der City überblickt man die gesamte Skyline Aucklands vor einem Meer von weißen Segeln. Rückseitig erhebt sich der imposante Vulkankegel von Rangitoto Island. Der Tipp schlechthin für romantische Sonnenuntergänge.

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