Die Hauptattraktion der Seychellen sind natürlich die vielen
wundervollen Traumstrände und Buchten. Jeder Strand, auf den Seychellen
übrigens "Anse" genannt, hat seinen ganz speziellen Charme.
Deshalb sollten Sie auch so viele Strände als möglich kennen lernen.
Sightseeing meint auf den Seychellen vor allem Beachhopping. Hier eine (wirklich nur) kleine Auswahl der
sehenswertesten Strände auf den drei Hauptinseln, die Sie nicht verpassen sollten.
Anse Source d´Argent (Anse Source à Jean)
Der
Strand genießt den Ruhm, der weltweit Meistfotografierteste zu sein.
Sein Bild darf in keinem Reiseführer und
Reisekatalog über die Inseln fehlen. Auf alle Fälle ist er die
Sehenswürdigkeit der
Seychellen schlechthin und somit ein absolutes Muss für jeden
Urlaub auf dem Archipel. Bekannt ist die Szenerie unter anderem aus
Werbespots für Bacardi und Raffaelo. Hohe, bizarre
Granitformationen glitzern rotbraun oder schimmern samtig
dunkelbraun
und verleihen dem Ort eine geheimnissvolle Stimmung. Die
Felsen teilen den Strand in viele kleinere Buchten. Das
vorgelagerte Riff
sorgt für bunt changierende Wasserfarben. Zum Baden ist die
Anse Source
d´Argent aber auf Grund des meist flachen Wassers und der vielen
Korallen und
Steine eher nicht geeignet. Zugang zum Strand erhalten Sie
über die Union Estate, eine malerische Kokospalmenplantage.
Dies kostet derzeit 4€ oder 5$ Eintritt. Am besten Sie kommen
möglichst am
frühen Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang. Zum einen sind dann
die
teilweise zahlreichen Tagesausflügler noch nicht da oder schon
wieder
weg. Zum anderen muss man das zu dieser Tageszeit besonders magische
Schauspiel der Farben einfach gesehen haben.
Grande Anse
Ein herrlich weit auslaufender Strand im Südosten, der von La Passe
aus, vorbei am Veuve Reservat, gut per Fahrrad oder Fuss zu
erreichen ist. Beeindruckend sind
die surrealen, rotbraunen Granitfelsen und riesige
Kokospalmen zu beiden Seiten. All dies verleiht der Grand´Anse
ein wildes, urwüchsiges Flair. Insbesondere zur Dämmerung,
wenn der Strand menschenleer ist und sich die letzten roten
Sonnenstrahlen in der sprühenden Meersgischt brechen, wirkt der
Strand nahezu gespenstisch. Es lässt sich hier in den oft
recht starken Wellen herrlich baden und herumtollen. Man sollte wegen
der starken Strömung allerdings vorsichtig sein und möglichst
den Boden nicht unter den Füßen verlieren. Man trifft
bisweilen auch auf einige, zumeist einheimische Welleneiter und
Bodysurfer, die sich über die starke Tide natürlich freuen.
In Strandnähe kann man sich bei einem einem frisch gepressten Saft
oder einem kühlen Cocktail in der sehr netten Strandbar Lautier
Coco
erfrischen.
Anse Maron
Zu diesem beeindruckenden Strand an der Süd-Spitze La Digues gelangen Sie nur durch
eine eingermaßen anstrengenden Wanderung. Sie müssen
Ihren Weg beginnend vom Anse Source d´Argent in südlicher
Richtung laufen und vor allem finden. Durch Felsspalten, durch
dichtesten Regenwald, durch das Meer. Das ganze Abenteuer ist auch als
Südumrundung bekannt. Aber die Mühe lohnt sich: Am Ziel
angekommen, können Sie in einer durch bizarre Felsnadeln
gesäumten Traumbucht die Einsamkeit geniessen. Wenige Meter davor
können Sie es sich auch in einem Naturpool
voller türkisem Wasser gemütlich
machen, dessen linke Seite von zwei riesigen Granitblöcken
begrenzt wird.
Anse Cocos
Nordöstlich
von der Grande Anse finden Sie diesen meist sehr einsamen Strand.
Hierzu verlässt man die Grande Anse einfach linker Hand (zum
Meer hin) über den kleinen ansteigenden Weg. Dieser
führt durch den dichten Regenwald entlang der Küste und
ist mit allerlei Felsen und abgebrochenen Palmen gesäumt.
Schließlich erreicht man die zunächst Petite Anse, ebenfalls ein toller Badestrand. An
deren Ende beginnt eine Weide, auf dieser führt ein Pfad zu einem in
der Ferne zu erblickendem Haus. Dem Pfad folgt man, bis in Richtung
Norden wieder Felsen zu sehen sind. Durch deren Öffnung erreicht
man den Strand und wähnt man sich tatsächlich im Reich
Robinson Crusoes.
Anse Volbert
Der beliebteste und am stärksten frequentierteste Strand Praslins.
Hier sind einige Hotels angesiedelt und es gibt ein wenig an touristischer Infrastruktur. So gibt es hier einige
Wassersportangebote. Die Côte d´Or besticht durch einen
schönen breiten Sandstrand. Durch das sanft tiefer werdende,
ruhige Wasser prima zu Schwimmen geeignet. Vorgelagert sind die Inselchen St.-
Pierre und Sauvre Chauvis, zu denen man sich für einen Schnorchelgang mit einem Boot hinüber bringen lassen kann.
Anse Lazio
Dieser
Strand steht in dem Ruf, einer der schönsten Strände der Welt
zu sein. Und ja, es ist ein wahres Naturschauspiel. Strahlend
weißer Sand, viele sanft schimmernde, rötliche
Granitblöcke, Palmenhaine wie aus dem Bilderbuch und fast immer
sehr ruhiges türkises Wasser. Zur malerischen Idylle
tragen auch die hier oft ankernden Segelschiffe aus aller Welt
bei. Ein Bild wie aus einem Werbespot. Der Strand wird zwar
stärker besucht als viele andere, bietet jedoch jedem ein
eigenes ruhiges Plätzchen, wenn man sich die kleine Mühe macht, in westlicher Richtung durch
die Felsen zu gehen. Abgesehen vom legendären Restaurant Bon Bon Plume hat
man hier jegliche Bebauung nicht zugelassen.
Anse Kerlan & Grande Anse
Eine
kilometerlange sichelförmige Bucht entlang des gleichnamigen
Ortes. Zumindest der nordwestliche Teil ist super zum Schwimmen und
für ausgedehnte Strandspaziergänge bis hin zur Anse Kerlan
geeignet. Viele Guesthouses und Hotels haben sich hier direkt am Strand
angesiedelt. Tipp: machen Sie eine Strandwanderung zur Dämmerung,
der Sonnenuntergang vor der sanften Kulisse der vielen vorgelagerten
Inselchen lässt das Herz jedes Romantikers garantiert höher
schlagen.
Anse Georgette
Ein
weiterer Traumstrand, eingerahmt in hohe, sattgrüne bewachsene
Granitfelsen.
Auf Grund der langsam ansteigenden Wassertiefe, geringer Brandung
und dem weichem
Sandmeerboden perfekt zum Schwimmen und Baden geeignet. Zu Land
begeistert der puderzuckerfeine, blendend weiße Sand. Der
Zugang ist für Nicht-Gäste des Luxusressorts "Lémuria"
allerdings etwas aufwendig. Entweder kommt man gleich per Wasser oder
geht den Weg über
die Ressortanlage. Einlass bekommt man aber in der Regel nur nach
vorheriger
Anmeldung, wenn überhaupt. Alternativ läuft man von der
Endhaltestelle Mont Plaisir hinein in die Berge und "schmuggelt" sich
dann den Rest des Weges über
den Golfplatz (Vorsicht vor fliegenden Golfbällen!). An der
rechten Seite der Bucht führt ein Weg auf die Berge hinauf. Wenn
man diesem folgt, gelangt man in einer etwa dreistündigen (recht
schweißtreibenden) Wanderung mit grandiosen Ausblicken an
die Anse Lazio.
Anse La Blague
Das Besondere an dieser Bucht ist die Abgelegenheit und Unberührtheit Abgesehen
von einigen Fischern, die von ihren Ausfahrten heimkehren, verirrt
sich kaum jemand hierher. Am besten Sie wandern von der Anse Takamaka
oder kommen von der holprigen Straße von Baie Ste. Anne über
den
Palmenwald hierher. Die Bucht an sich ist sehr malerisch und
spätestens seit der Schließung des La Vanille völlig
untouristisch. Die Lage gewährt idyllische Aussichten auf
mehrere Inseln, unter
anderem La Digue. Vorgelagert ist ein sehr schönes Riff, so
dass Sie
Ihre Schnorchelsachen mitbringen sollten.
Anse Soleil
Dieser Strand liegt nicht eben zentral und ist zu
erreichen über einen 2,5 km langen Fußmarsch
durch eine steile Holperstraße von der Haltestelle Baie Lazare
aus. Man wird belohnt mit einer Bucht, die wahrhaft grandiose
Aussichten auf das gebirgige Hinterland (Morne Seychellois National
Park) bietet. Das Wasser wird schnell tief, der Meeresgrund ist
gesteinsfrei und es gibt keinerlei Strömung. Ein sehr schönes
Korallenriff und einige imposant aus dem Wasser ragende Granitfelsen
sind vorgelagert. Insofern optimal zum Schnorcheln und Schwimmen. Wenn
man danach hungrig ist, sorgen das Strandcafe des kleinen Beachcomber
Hotels oder das Anse Soleil Restaurant für preiswertes leibliches
Wohl vor idyllischer Kulisse. Wer etwas mehr Zeit hat und mit dem
Mietwagen da ist, sollte sich den grandiosen Sonnenuntergang nicht
entgehen lassen.
Anse Takamaka
Eine
schmale, sichelförmige Bucht wie
aus dem Bilderbuch, gesäumt von
Palmen, die fast ins Meer ragen. Südlich türmen sich riesige,
beeindruckende Granitblöcke auf. Durch die recht starken
Wellen und Gestein im Wasser aber nur bedingt zum Baden geeignet.
Stärken können Sie sich im beliebten Beachrestaurant "Chez
Batista".
Anse Major
Ein hübscher feinsandiger Strand, der sowohl zum Schwimmen als auch
zum
Schnorcheln gut geeignet ist. Vom Wasser aus entfaltet sich ein
traumhafter Blick auf die sattgrünen Bergwälder des Morne
Seychellois Parks, der direkt im Hinterland aufzusteigen beginnt. Auf
Grund der
Abgeschiedenheit ist man hier oft allein. Man kann den Strand über
eine ca. 2-stündige, ausgeschilderte Wanderung von Danzil aus
erreichen, die auf Grund der großartigen Aus- und Einblicke an
sich schon ein Erlebnis ist.
Anse Intendance
Für
viele der schönste Strand der Seychellen. Auf alle Fälle
begeistert der sehr weitläufige, langgestreckte Sandstrand, der
durch schönen Kokospalme und leuchtende Bodamyen-Pflanzen
gesäumt ist. Am nördlichen Ende finden
Sie die Luxusvillen des Banyan Tree Resorts, dessen betuchte
Gäste aber das Bad im Pool vorzuziehen scheinen.
Jedenfalls ist die Anse Intendance oft erstaunlich menschenleer.
Recht starke Wellen, da kein vorgelagertes Riff. Gut zu erreichen
über die Straße von Quatre Bornes.
Cote d´Or (Beau Vallon Bucht)
Dies
ist der touristische Hot Spot der Seychellen überhaupt. Aber keine
Sorge, von Mittelmeerverhältnissen ist man hier weit
entfernt. Beliebtheit hat die Bucht wohl vor allem auf Grund ihres lang
auslaufenden feinen Sandstrandes, dem gesteinsfreien Meeresgrund, dem
langsam ansteigenden Meeresspiegel und dem Fehlen gefährlicher
Strömungen erlangt. Allerdings gibt es hier auch keine
Gesteinsformationen und Korallen, ist aber gerade deshalb zum
gefahrlosen Baden und Schwimmen sehr gut geeignet Viele
größere Hotels haben sich hier dementsprechend angesiedelt.
Auch findet man eine vergleichsweise große Auswahl an
Wassersportangeboten. Sogar Rettungsschwimmer gibt es hier. Für
einen Badeurlaub mit Familie und Kindern ist die Bucht insofern ideal.
Toll sind übrigens die Sonnenuntergänge, die man hier in
einer der zahlreichen Beachbars genießen kann.
Nicht
nur auf Grund des Weltnaturerbe-Status der UNESCO das absolute Must-Do
für jeden Seychellen-Reisenden. In diesem Jahrmillionen alten
Urwald können Sie die weltweit letzten prachtvollen
Exemplare der legendären Coco-de-Mer-Palmen bewundern. Durch das
dichte Blätterdach herrscht ewige Dämmerung, die riesigen
Palmenzweige wiegen sich geheimnissvoll raschelnd im Wind. Überall
am Boden finden sich die gigantischen Nüsse, die so schwer sind, das
man sie kaum heben kann. Die Atmosphäre ist einmalig und es
fällt nicht schwer, sich in Urzeiten zurück versetzt zu
fühlen. Jurassic Park live sozusagen. Wenn Sie ganz
großes Glück haben und aufmerksam sind, bekommen Sie
vielleicht auch einen Black Parrot in den
Baumkronen zu Gesicht. Leider ist diese endemische Papageienart fast
ausgestorben. Sie können das Tal über mehrere, gut
gepflegte Rundwege erkunden. Am besten Sie besorgen sich die am
Eingang erhältliche Broschüre, in der die wichtigsten
Pflanzen des Parks erläutert werden und beschrieben ist, wo man sie finden kann .
Sie finden das Vallée de Mai rechter Hand auf der Straße
von Baie St.-Anne nach Grand´ Anse. Entgehen lassen sollten Sie
sich nicht den imposanten Anblick des hoch aus dem Regenwald
entspringenden Wasserfalls (an der Straße kurz vor dem Eingang).
Diese
Kombination wird oft als Tagesauflug von Praslin angeboten und ist
ebenso spassig wie interessant. Die winzige Insel Cousin ist als
Schutzgebiet die Heimat von mehreren hundertausend einheimischen
Vögeln und Riesen- und Karrettschildkröten. Wohl
nirgendwo anders können Sie Tropikvögeln, Feensee- und
Rußsseschwalben, Toc-Tocs und vielen anderen Arten so nahe kommen
und sie sogar beim Brüten beobachten. Um das fragile
ökologische System nicht zu gefährden, kann
Cousin nur im Rahmen von kundigen Führungen der
Reservatverwaltung besichtigt werden. Cousine ähnelt ihre
Schwesterinseln sehr und befindet sich in Privatbesitz. Sie kann
(außer von einer Handvoll Luxusurlaubern, die in gerade einmal
drei Villen logieren) nicht besuchen werden.
Curieuse liegt
etwa 2 Kilometer vor Praslin und ist bekannt für seine hohen,
spitzen, scharfkantigen Gesteinsformationen. Sie ist neben Praslin die
einzige Insel, auf der die Coco-de-Mer noch wächst. Die Inseln
dient als Naturreservat für Riesenschildkröten, die einem
dann bei einer Tour über die Insel auch schon einmal unvermittelt
über den Weg laufen. Sehenswert ist auch die ehemalige
Leprastation, das sogenannte Doctor´s House. Auch hier werden Sie
durch einen Ranger über die Inseln geführt. Dabei können
Sie nicht nur jede Menge über Flora und Fauna lernen, sonder auch
weit auslandene Mangrovensümpfe bewundern. Nach all diesen
Entdeckungen kann man am malerischen Anse St-Joséé ein Bad in den
Wellen nehmen. Besonders beindruckend sind bei Abfahrt auch die
unglaublichen Wasserfarben vor Curieuse.
Meist endet die Tour
auf dem Mini-Eiland St.-Pierre vor der Anse Volbert. Hier finden Sie
ausgezeichnete Tauch- und Schnorchelgründe.
Mehr ein Städtchen als eine Stadt ist Victoria wohl kaum mit anderen
Kapitolen dieser Welt zu vergleichen. Die kleinste Hauptstadt der Welt
ist sogar
entspannt genug, sich mit sage und schreibe einer
einzigen Ampel zu
begnügen. Die übrigens auch die einzige auf den
Seychellen überhaupt ist und sich an derselben Kreuzung wie
der Clock Tower befindet. Dieser wird
auch Lorloz genannt und ist eine kleine Nachbildung des Londoner
Uhrenturms an der Vauxhall Bridge Road zu Ehren der Queen
Victoria . Auch wenn sich an diesem Turm die Geister
scheiden, ist er doch das Wahrzeichen Victorias schlechthin. Der Botanische Garten ist eine weitere Attraktion und für alle zu
empfehlen, die zwar an Flora und Fauna interessiert sind, aber nicht
die Gelegenheit oder Zeit haben, diese in freier Natur zu entdecken.
Übrigens sind hier auch die sehr nützlichen aber schlecht zu
bekommenden Natur- und Wanderführer erhältlich.
Legendär und
beliebt ist das Pirate Arms, der Treffpunkt
für Einheimische,
Expatriates und Touristen gleichermaßen. Hier ist Sehen und
Gesehen werden auf seychellisch angesagt. In der Regel ist es aber
ziemlich überfüllt und zumindest für meinen
Geschmack deshalb etwas zu trubelig. Wer es gediegener mag steigt in
den ebenso legendären Restaurants Marie Antoinette oder Kaz Zanana
ab. Hier sollte man aber viel Zeit mitbringen und vorher reservieren.
Was
anderen Metropolen
ihre Shopping-Malls und Designer-Flagstores sind, ist den Seychellen
ihr Sir Selwyn Clarke Market. Hier kann am frühen Morgen
seychellischer Alltag at it´s best beobachtet werden.
Fangfrischer Fisch und Oktopuss werden
ebenso feilgeboten wie unzählige Früchte und
Gewürze aus dem heimischen tropischen Gärten. Dies
lässt nicht nur den menschlichen Insulanern das Wasser im Mund
zusammen laufen, sondern lockt auch jede Menge hungrige Reiher an.
Zahlreiche Souvenirs (Kunsthandwerk, etc.)
können in der oberen Etage erworben werden. Wer genug "geshoppt"
hat, kann es sich dort dann in einem der Bistros oder Take aways
gemütlich machen und dem bunten Treiben von oben folgen. Ab Mittag
ist dann fast alles verkauft und es kehrt wieder Ruhe ein. Unweit vom Markt kann auch der farbenprächtige Hindu-Tempel Arul Mihu Navasakthi besichtigt werden, der der indischen Bevölkerungsminorität als zentrale religiöse Stätte dient.
Für Besucher mit viel Zeit und Neugier bietet sich auch ein Besuch des
Seychelles National Museum oder des Nationalarchives an. Für politisch
und historisch Interessierte sind auch an das State-, das Liberty- oder
das Indepedence-House und das Liberation Moument (Zonm Lib) an der
June Avenue einen Abstecher wert.
Bei einem Bummel über die Revolution Avenue können Sie sich schließlich mit Souveniren eindecken.
Haben
Sie Lust auf einsame Wanderungen durch dichtesten Dschungel, mit
immer wieder weiten Ausblicken und grüne, von riesigen Farnen und
Palmen bewachsene Täler? Dann sollten Sie diese Tracks
erkunden. Ausgangspunkt für beide Touren ist die Ortschaft
Grand´ Anse. Gehen Sie hier nach der Kirche vorbei am Britannia
Hotel und nehmen Sie den Weg ins Landeninnere, immer bergauf. Nach ca. 45 Minuten und
einigen vereinzelten Häusern erreichen Sie eine
Paßhöhe, von der aus Sie bereits erste tolle Ausblicke auf
die Küste haben. Im Hintergrund ragen einige markante
Granitformationen aus den Anhöhen hervor. Bald werden Sie eine
Gabelung entdecken. Der rechte, schmalere Weg wird als
Salazie-Track bezeichnet und endet in der Anse Volbert. Der linke,
breitere Pfad ist der Pasquiere-Track, welcher zur Anse Possesion
führt. Für beide Tracks brauchen Sie ungefähr 2
bis 3 Stunden, vorausgesetzt Sie finden den Weg, der oft völlig
zugewuchert ist.
Die beiden unbewohnten Schwestern liegen nördlich von La Digue und
begeistern mit völlig einsamen Buchten, guten
Schnorchelmöglichkeiten und bergigen Wanderwegen. Wandern bietet
sich auch auf der benachbarten Felicité an, die mit ca. 230
Metern ihre höchste Erhebung hat. Ausgiebig schnorcheln lässt
es sich auf der Mini-Insel Coco Island auf Grund des farbenfrohen
Korallenriffs und des Fischreichtums. Mit Ihren großen, runden
Gesteinskugeln und den dazwischen aufragenden Kokospalmen zeigt
sich ein wahrlich verträumtes Bild. So muss sich Daniel Defoe wohl
die Insel seines Robinson Crusoe vorgestellt haben.
Dies ist ein je nach Jahreszeit durchaus beeindruckender tropischer Wasserfall, der
mitten aus dem Regenwald zu entspringen scheint, in die Tiefe
stürzt und in einem Felsbecken mündet. Mutige
können darin auch ein erfrischendes Bad nehmen (Vorsicht, sehr
rutschig). Da sich der Zugang auf einem Privatgrunstück befindet
ist Eintritt zu zahlen. Dafür kann man beim Eingang Flughunde (fruit bats) aus
nächster Nähe betrachten, weil die der Besitzer als
zusätzliche Touristenattraktion in einem Käfig hält. Am
besten zu erreichen von Port Glaud, von der Kirche an dem Weg
landeinwärts ca. eine Viertelstunde folgen.
Wandern in kontemplativer Ruhe, umgeben von einem fast benommen machenden
Grün, ohne einer Menschenseele zu begegnen und schließlich
atemberaubende Rundumausblicke auf Praslin und alle umliegenden Inseln
genießen. Das ist die Wanderung. auf das Adlernest, den mit 330
Metern höchsten Punkt der Inseln. Sie können entweder von der
Straße Richtung Bel Air starten, die hinter dem Chateau St. Cloud
landeinwärts (links) nach oben führt. Wesentlich
abenteuerlicher aber ist es, sich von dort aus den Weg über die
kleinen, oft aber nicht einfach zu findenen Bergpfade zu suchen. Als
Orientierung dienen die gelegentlich wie aus dem Nichts auftauchenden
kleinen Berghütten.
Der Morne Seychellois Park ist der größte Nationalpark der
Seychellen und erstreckt sich über gut ein Fünftel der
Fläche Mahés. Auf 15 km erstrecken sich insgesamt 12
verschiedene Wanderrouten. Ihnen allen ist das großartige
Naturerlebnis mit abwechslungsreicher Tier- und Pflanzenwelt und immer
wieder spektakuläre Ausblicke auf Mahé und die umliegenden
Insel gemein. Am besten Sie besorgen sich in Mahé (z. B. im
Botanischen Garten die entsprechenden Broschüren "Nature Trails
and Walks"), in der die Wanderungen beschrieben werden. Oder Sie nehmen
sich einen orts- und sachkundigen Führer, der ihnen die spannende
Flora und Fauna erzählen kann. Ein sehr empfehlenswerter Guide ist
Bazil Beaudouin (Telefon: 514972).
Sehenswert
sind auch die weitläufigen Teeplantagen mit ihren emsigen
Pflückerinnen am Fusse des Morne Blancs. In der der Tea
Factory können Sie den hier angebauten und verarbeiteten Tee dann
gleich kosten, tolle Aussicht inklusive. Wenn Sie von dort weiter
bergauf laufen, wird die Landschaft bald karger und durch Moose,
Farne und dichtes Unterholz bestimmt. Oft ist es feucht und neblig. An
der Gipfelkante angekommen, blicken Sie von 667 m weit über die
West-Mahés hinweg und haben faszinierende Einblicke in das
zentrale Bergmassiv. Sie fühlen sich den in dieser Höhe durch
die Lüfte gleitenden Tropikvögeln zum Greifen nah.
In der Nähe des Gipfels von Sans Soucis liegt das Gelände
Mission Lodge, Ende des 19. Jahrhunderts ein Internat für befreite
Kinder von Sklaven. Es gibt eine überdachte Aussichtsplattform,
von der spektakulär Blicke über weite grüne Täler
auf die Küste von West-Mahé und den unendlichen Ozean
möglich sind.
Vom
Nature Owns Garden geht es ca. 1,5 Stunde durch dichten Wald einen
leichten und gut zu findenden Weg bergauf bis auf ein freiliegendes
granitenes Felsplateau auf ca. 580 Meter. Kurz vor dem Gipfel wartet
das erste Highlight: hier wächst noch die
äußerst seltene Pitcher Plant, eine endemische
fleischfressende Pflanze. Wenn man den Gipfel erreicht hat, erwartet
einen eine fesselnde Rundumsicht über Mahé und die
umliegenden Inseln. Bei guter Sicht kann man nicht nur Victoria und
Marine National Park, sondern alle Inseln der Inner Islands sehen.
Nehmen Sie sich was zum Picknicken mit, so schnell werden Sie
nicht wieder absteigen wollen.
Für besonders Aktive ist diese Tour auf den höchsten Punkt der
Seychellen sicherlich ein Highlight und verspricht atemberaubende
Ausblicke. Startpunkt ist ein Weg unterhalb der
Teeplantage an der Sans Souci Road. Die Wanderung ist sehr anstrengend,
führt durch dichtes Gestrüpp und holprige
Trampelpfade und dauert ungefähr 5 Stunden. Die
Aussicht von 905 Metern Höhe ist dafür ist dann wohl nicht zu
toppen. Möglichst nur mit Führer unternehmen und nur,
wenn es nicht geregnet hat, da die Pfade sonst sehr glitschig und
damit
gefährlich sein können.
Ein
Abenteuer der
Extraklasse ist die Umrundung der Südspitze La Digues. Der Weg
beginnt ab dem Anse Source d´Argent im Westen und endet am Grande
Anse im Osten. Hier ist es wörtlich zu nehmen, dass der Weg Ziel
ist. Unterwegs erheben sich links neben Ihnen hohe, spektakuläre,
nahezu
unwirkliche Felsformationen. Aus dem Ozean ragen bizarre Felsnadeln, an
denen sich die türkisen Wellen mit lautem Getöse brechen und
meterhohe Wassersäulen empor schiessen lassen.
Dazwischen immer wieder wunderschöne, einsame Strände. Aufb
dem Weg kommen man an der Anse Pierrot, der Anse aux Cedres, der Anse
Bonnet Carré, Anse Marron und Grande L´Anse vorbei,
bis die Tour schließlich an der wilden Grande Anse endet. Eine
sehr detaillierte und mittels Bildern gut beschriebene Wegbeschreibung
ist im Seychellen-Forum (siehe Reiselinks) gepostet. Dennoch würde ich Ihnen
empfehlen, für diese Tour einen lokalen Guide zu nehmen. So
vermeiden Sie, zwischendurch "lost" zu gehen und sparen sich viel Zeit
und etwaige Gefahren bei der Suche des nicht immer einfach zu findenden
Weges ein. Ein
guter Führer ist Rhondy, den man in La Passe oft am Jetty
trifft (einfach dort einen Einheimischen nach ihm fragen).
Möchten
Sie einmal die kreolische Kultur der Insulaner in vollem Umfang kennen
lernen, sollten Sie dieses Festival Ende Oktober besuchen. Vor allem
auf Mahé bricht dann wahre Volksfeststimmung aus: es gibt jede
Menge Kunstausstellungen,
traditionelles
Kunsthandwerk wird vorgestellt, diverse Bands aus dem In- und Ausland
spielen kreolische Musik,
führen Gesänge und Tänze vor. Auch die leckere Cuisine
Creole kommt nicht zu kurz. Verschiedene Wettbewerbe und Modeschauen
werden veranstaltet. Der Höhepunkt ist aber sicherlich die
alljährliche Wahl des Miss Seychelles. Natürlich ist das
Festival nicht mit nach europäischen Standards organisierten
Volksfesten oder Großevents vergleichbar. Dafür können
Sie die Seychellois beim ausgelassenen Feiern kennen lernen.
Schließlich kommt, nicht zuletzt dank reichlich ausgeschenktem
SeyBrew, Takamaka Rum, Calaou oder Jungle Juice, vergnügliche
Feierstimmung im Paradies auf. Aktuelle Informationen finden Sie auf der Webseite der Veranstaltung.
Die Seychellen sind ein großartiges Tauch- und
Schnorchelrevier. Optimal sind zunächst die sehr angenehmen
Wassertemperaturen,
die in der Regel um die 29° und nie unter 25° Celsius liegen und somit den
Körper nicht
allzu schnell auskühlen lassen. Wer dann das erste Mal unter Wasser durch die Taucherbrille
sieht, wird seinen Augen kaum glauben. Wie ein riesiges kunterbuntes
Aquarium eröffnet sich eine unglaublich vielfältige
Unterwasserwelt.
Grundsätzlich ist das Schnorcheln an den oftmals den Stränden
vorgelagerten Korallenstöcken, Felsen oder kleinen
Inseln besonders aussichtsreich.
Sie haben noch nie geschnorchelt? Macht nichts, denn es ist schnell und
unkompliziert zu erlernen. Lesen Sie doch einfach in meinen Reisetipps, wie es geht.
Empfehlenswerte Schnorchelspots sind
zum Beispiel:
Mahé: Anse Soleil, Anse Louis, Anse Royal, der gesamte St.-Anne Marine Nationalpark,Sunset Beach,
Anse Major, Port Launey
Praslin: Anse Lazio (an den Buchtenden), St.-Pierre, Anse La Blague, Anse Boudin
La Digue: Anse Cocos, Anse Patates, Anse Petit Cour, Curieuse, Coco
Island
Der bekannteste Maler der Seychellen ist dank seines aussergwöhnlichen
Malstils mittlerweile international beachtet und fast schon ein Wahrzeichen
des Landes. Seine Arbeiten werden heute auf der ganzen Welt
ausgestellt. Für Kunstinteressierte lohnt sich ein Besuch von
Adams´ Atelier an der Anse au Poule Bleue im Südwesten
Mahés. Dort sind auch einige seiner
Arbeiten ausgestellt. Mit dem nötigen Kleingeld kann eines
seiner farbenfrohen
Werke oder zumindest eine der limitiereten Reproduktionen vor Ort
erworben werden. Mit etwas Glück kann man dem Künstler
sogar bei der Arbeit zusehen.
Entdecken Sie in der Galerie tausende Reisebilder, die ich an den Traumzielen dieser Welt fotografiert habe. Für entstehendes Fernweh kann aber keine Garantie übernommen werden.
Alle Fotos können im Bildschirm füllenden Großformat angesehen werden. Am besten Sie nutzen die bequeme Diashow-Funktion: Einfach starten, zurücklehnen und geniessen.
Tapetenwechsel gefällig? Laden Sie sich doch einfach eine farbenfrohe Wallpaper (Bildschirmhintergrund) zu Ihrem Lieblingsreiseziel herunter. Natürlich kostenlos.
"Not just another place,
another world."
Aus einer Image-Broschüre
des Seychelles Tourism Board