Die Seychellen gelten nicht ganz zu Unrecht als exklusives und teures
Reiseziel. Allein schon wegen ihrer überschaubaren Größe ist Massentourismus nach
Mittelmeermanier (glücklicherweise) nicht angesagt. Die
Übernachtungskapazitäten sind begrenzt, man verfügt über ca. 2000
Zimmer. Dennoch gilt: auch mit kleinerem Geldbeutel können die
Seychellen durchaus günstig bereist werden. Derzeit sind drei Wochen Seychellen
einschließlich Island-Hopping auf die drei Hauptinseln locker mit 2.000
€ machbar. Wie? Lesen Sie einfach die nächsten
Tipps.
Auf Grund der wenigen Unterkünfte versteht es sich von selbst, das
Last
Minute für die Seychellen nicht funktioniert. Gerade die beliebten
und günstigen Unterkünfte sind oft Monate im Voraus ausgebucht. Auch
die
Flugkapazitäten sind begrenzt. Sehr viel länger als ein
halbes Jahr vor
dem Wunschtermin sollten Sie sich nicht Zeit mit der Buchung lassen.
Weiterer Vorteil: der ein oder andere Anbieter räumt Ihnen einen
Frühbucherrabatt ein.
Auch
die großen Veranstalter haben durchaus Reisen auf die Seychellen
im
Katalog. Dort bekommen Sie aber in der Regel nur einen Platz in einem
Hotel der großen Ketten, meist nur auf einer Insel und
dies meist auch
noch recht teuer. Anders bei den Spezialanbietern. Da
diese in der Regel gute Kontakte in die Zielregion haben und oft selbst
vor Ort sind, können sie oftmals wesentlich günstigere Konditionen
anbieten. Darüber hinaus verfügen sie über
Landeskenntnis, was zum
einen hilfreich bei der Reisevorbereitung ist und es den Anbietern
erlaubt, flexibel auf die Wünsche der Kunden einzugehen. Sie
organisieren zumeist "Rundum-Sorglos-Pakete", die neben
den Übernachtungen auch den Fernflug und die diversen
Transfers zwischen
den Inseln und Unterkünften umfassen. Unter den Reiselinks finden Sie eine Auswahl von
auf die Region spezialisierten Agenturen.
Jede der vielen Inseln ist auf Ihre Weise einzigartig. Auf Grund der
Vielfalt ist es auf alle Fälle empfehlenswert, auf mehrere
Inseln zu verweilen. In drei Wochen sind 3 bis 4 Inseln problemlos
bereisbar. Bewährt hat sich, gerade beim erstmaligen Aufenthalt,
eine Kombination der drei Hauptinseln Mahé, Praslin und La
Digue. Auf Grund der kurzen Distanzen und den guten Verbindungen
(Fähren, Flugzeug, Helikopter, etc.) ist dies unkompliziert,
stressfrei und auch relativ günstig zu machen. Die Organisation
übernimmt ja ohnehin das
Reisebüro (siehe oben). Der gesamte "Umzug" ist meist auch
innerhalb von 2 bis 3 Stunden erledigt und macht sogar richtig
Spass. Schließlich cruist man nicht jeden Tag mit dem Katamaran
oder dem Segelschoner durch eine tropische Inselwelt oder kann die
wie Perlen im Indischen Ozean liegenden Eilande aus dem
Propellerflugzeug bestaunen.
Auf Grund der Devisenknappheit
auf den Seychellen können Sie vielerorts mit der einheimischen
Seychellen-Rupie überhaupt nicht mehr bezahlen. Dies gilt
insbesondere für Hotels und bessere Restaurants oder auch
bei der Bezahlung von Ausflügen. Die Rupie ist zwar seit 2008 konvertierbar, also uneingeschränkt in andere Währungen ein- oder umtauschbar, allerdings gibt es nur sehr wenige Wechselstellen. Die ebenfalls seltenen Geldautomaten geben
natürlich nur Landeswährung aus. Insofern sollten Sie
genügend liquide Mittel, am besten Euro oder Dollar,
für die Länge Ihres Aufenthalts dabei haben.
Gehen
Sie nicht den vermeintlich verlockenden Angeboten der
Schwarztauscher auf den Leim, die Sie früher oder später
unweigerlich ansprechen werden. Zwar offerieren diese natürlich
günstigere Kurse als die autorisierten Stellen. Aber ein solcher
inoffzieller Tausch ist auf den
Seychellen eine Straftat und wird mit hohen Geldstrafen und im
schlimmsten Fall bis zu 2
Jahren Gefängnis geanhndet.
An einigen Stränden ist der
Meeresgrund recht steinig und mit Korallenstückchen
versetzt. Auch Seeigel und seltener giftige Fische (z. B. Steinfisch) können am Meeresboden vorkommen. Deshalb
sollte man unbedingt Badeschuhe immer dabei haben. Am besten welche mit
Profil bzw. Noppen, die Ihnen auch auf rutschigen Felsen genügend Halt
bieten. Zumindest falls Sie vorhaben, auf diese zu klettern. Was
auf den Seychellen ja vorkommen soll =)
Zwar gibt es auf den Seychellen im Gegensatz zu anderen afrikanischen Destinationen keine Malaria. Schmerzende Insektenstiche sind aber sicherlich dennoch nicht gerade das, was man sich im Traumurlaub wünscht. Zum Schutz gegen tropische Mücken und Moskitos haben sich
das hierzulande erhältliche Anti-Brumm und Care PLus DEET
bewährt. Die Einheimischen schwören auf das vor Ort
erhältliche Peaceful Sleep oder Räucherspiralen. Eher nicht schützen werden Sie
diese Mittel zum Schutz vor den berüchtigten Sandflies, die
gelegentlich an manchen Stränden im Sand auftreten. Mit
Vorliebe legen diese ihre Eier in trockenem Seegras ab. Diese Stellen
sollte man also meiden und vorsichtshalber immer ein großes
Handtuch unterlegen. Wenn es doch zu einem Stich gekommen sein
sollte, am besten mit kühlen. Um den Juckreiz zu lindern haben sich Tigerbalsam oder kühlende Gels bewährt. Bei Sandfly-Stichen
sollte man keinesfalls kratzen, da es sonst schnell zu Infektionen kommen kann.
Anders
als in unseren Breitengraden geht die Sonne sehr früh (18.oo Uhr)
und schnell (ca. eine halbe Stunde Dämmerung) unter. Da
vielerorts keine öffentliche Beleuchtung existiert, ist es
dann stockfinster, insbesondere bei Neumond. Wenn Sie von der
rasch einbrechenden Dunkelheit nicht mitten auf einem unbekannten,
unwegsamen Pfad durch die Felsen an der Küste oder im
ohnehin schon dunklen Regenwald überrascht werden wollen, sollten
Sie früh aufbrechen. Aus diesem Grund sollten Sie auch immer eine
Taschenlampe dabei haben. Man sollte die Wegzeiten nicht
unterschätzen. Was im Reiseführer oder bei Google Earth noch
einfach machbar aussieht, erweist sich in der Praxis nicht selten als
schwer zugänglich und damit zeitaufwendig. Viele Pfade wuchern
durch dichte Vegetation regelmäßig zu und sind dann nur noch
schwierig zu finden.
Bei
manchen Touren ist es unabdingbar, einige Abschnitte durch das Meer
zurückzulegen. Dies trifft zum Beispiel auf die legendäre
Südumrundung La Digues zu. Klar, dass Sie nicht gerade dann im
Wasser sein sollten, wenn die Flut einsetzt. Es kann schnell
gefährlich werden, wenn das Wasser langsam aber unaufhaltsam
steigt und man auf Grund der Unterströmungen kaum noch Halt
am Meeresboden findet. Wer es schon einmal erlebt hat weiß, dass
man auf dieses Erlebnis bei aller Abenteuerlust gern verzichten
kann.
Auf den Seychellen gibt es eine Vielzahl großartiger Wander- und
Trekkingstrecken, die neben faszinierenden Einblicken in die heimische
Tier- und Pflanzenwelt auch großartige landschaftliche Erlebnisse garantieren. Meist ist man allein auf weiter Flur. Es gibt
auch eine kleine Auswahl entsprechender Karten. Diese bekommen Sie nach
meinen Erfahrungen allerdings nur in Victoria und zwar im Fremdenverkehrsamt
(im Indepence House) oder wenden sich an die Survey Division in
Mahé, die ihr Büro gleich daneben hat.Empfehlenswert sind auch die Wanderführer "Nature Trails and Walks",
die ebenfalls im Fremdenverkehrsamt oder im Botanischen Garten
erhältlich sind.
Man darf jedoch nicht unbedingt die gut begehbaren und
ausgeschilderten Wanderwege erwarten, die man aus Europa gewöhnt ist.
Was in der Karte als Weg eingezeichnet ist, stellt sich vor Ort oft
allenfalls als Trampelpfad heraus. Voraus gesetzt man findet ihn
überhaupt. Oft sind die Wege nämlich durch die üppige Vegeation
zugwuchert. Ausserdem sind manche Touren auch nicht ganz ohne Risiko,
vor allem wenn es an der Küste oder auf steilen rutschigen Bergpfaden
entlang geht. Insofern empfehle ich Ihnen, für bestimmte Touren einen
Guide zu engagieren. Vorteile: sie müssen nicht die knappe Zeit mit
Suchen verschwenden, der Führer kann Ihnen unterwegs viel Wissenswertes
über Flora und Fauna vermitteln, sie können nicht "verloren" gehen und
wenn doch mal etwas passieren sollte, haben Sie jemanden, der Ihnen
helfen und Hilfe holen kann. Routen, bei denen ich Ihnen einen Führer
empfehlen würde: Südumrundung La Digue, Besteigung Morne Seychellois
und Morne Blanc, Wanderung von Anse Lazio zur Anse Georgette, Salazie
Track. Guides, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe: Basil Beaudouin (Mahé), Rhondy mit Hund und Remy Martin (La Digue). Am besten Sie fragen in Ihrer Unterkunft nach oder
erkundigen sich bei den örtlichen Agenturen wie Creole, Sea Shell oder
Masons. Wenn Sie in Victoria sind, können Sie sich auch an das
Fremdenverkehrsamt oder an die Survey Division wenden.
Viele Strände der Seychellen sind von Kokospalmen gesäumt, was einfach toll aussieht und
zweifelsohne zum tropischen Idyll einfach dazugehört. Sie
sollten sich aber niemals unter ein Exemplar legen. Dies mag zwar
verlockend sein mag, weil die Bäume in der prallen Sonne Schatten
spenden. Allerdings fallen bisweilen einige Nüsse unvermittelt
herunter. Was mit ihrem Kopf passiert, wenn eine ca. 2 kg schwere
Nuss aus 25 Metern Höhe auf Ihren selbigen fällt, brauche ich wohl
nicht zu erläutern. Was zugegebenermaßen schon ein wenig lustig klingt,
ist es eigentlich gar nicht: immerhin werden jährlich mehr Menschen
von herabfallenden Kokosnüssen getötet als durch Haiangriffe.
Man hat die mehrsprachigen Warntafeln dort nicht ohne Grund aufgestellt. An
diesen Stränden gibt es eine starke Strömungen und eine kräftige
Brandung, meist weil kein Riff vorgelagert ist. Besonders gefährlich
sind unkalkulierbare Unterströmungen und zum Meer gerichtete
Strömungen. Dort sollten Sie sich nur soweit ins Wasser gehen, wie Sie
noch stehen können und nicht den Boden unter den Füssen verlieren. Auf Schwimmen
sollten Sie dann besser gänzlich verzichten. Leider kommen jedes Jahr mehrere
Menschen in den Fluten um, weil Sie diese einfachen Regeln nicht
beachtet haben. Übrigens: die Strände auf den Seychellen werden in der
Regel nicht durch Rettungsschwimmer überwacht (mit Ausnahme von
einigen touristischen Hot Spots wie der Beau Vallon-Bucht).
Grundsätzlich sind die Seychellen ein sicheres Reiseziel, die Krimininalität ist
vor allem für die Region vergleichsweise gering. Dennoch gilt wie überall auf der Welt:
Gelegenheit macht Diebe. Vor allem an abgelegenen, menschenleeren
Stränden, soll es manchmal zu Diebstählen nach Guerilla-Manier kommen: der
Dieb versteckt sich im dichten Unterholz und wartet, bis die
badehungrigen Touristen im Wasser sind. Wenn diese dann in den Fluten tollen, kommt er
blitzschnell aus dem Dickicht gesprungen und nimmt Geld, Kamera und
Wertsachen an sich. Ehe man begriffen hat, was gerade passiert ist, ist
der Dieb längst wieder verschwunden. Sie sollten also nichts Wertvolles
mit an den Strand nehmen und Ihre Sachen möglichst nicht außer Acht
lassen. Sind Sie völlig allein am Strand (was hierzulande nicht selten ist), sollte besser einer zurück
bleiben.
Auf
Mahé und Praslin werden die blauen Busse der Seychelles Public
Transportation Corporation (SPTC) eingesetzt. Dies ist eine
konkurrenzlos günstige Form der Fortbewegung. Eine Strecke kostet
einheitlich 7 Rupien egal wohin und wie lange man fährt. Steigt
man um, werden wieder 7 SCR fällig. Die Busse verkehren
regelmäßig, allerdings nicht flächendeckend und je nach
Strecke auch ziemlich selten. Nach 19.oo Uhr wird der Busverkehr fast
ganz eingestellt. Dennoch sollte man es nicht verpassen, wenigstens
einmal mitzufahren, es ist einfach ein Stück seychellischer Alltag
und mutet manchmal wie ein Abenteuer an. Die Busse der Marke Tata haben
oft ihre besten Tage schon gesehen. Markenzeichen der Busfahrer: sie
fahren ziemlich rasant und in einem Wahnsinnstempo durch die teilweise
oft sehr engen und steilen Straßen, völlig unbeeindruckt
davon, das wenige Zentimeter neben der Spur der gähnende Abgrund
klafft. Je nach Tageszeit sind die Busse rammelvoll (8.oo-
9.00/16.oo-18.oo Uhr) und engster Körperkontakt alles andere als
ausgeschlossen. Die Sitze werden bis zum letzten Millimeter ausgenutzt,
da finden dann auch schon einmal vier Mitfahrer auf dem Zweisitzer
Platz. Da es in den normalen Bussen meist keine Klimaanlagen gibt,
werden Fenster, Oberlichter und Türen (!) bis zum Anschlag
aufgerissen. Da heißt es also gut festhalten, will man
nicht hinter der nächsten Kurve aus dem Bus fallen.
Bus fahren auf den Seychellen will gelernt sein. Das beginnt schon
beim Einstieg. Die Busse halten nicht automatisch an den Haltestellen.
Will man mitfahren, sollte man sich gut sichtbar und winkend vor der
Bushaltestelle positionieren. Am besten direkt auf die
Haltestellen-Markierung (sofern vorhanden) auf der Straße. Steht
man dort nicht, fährt der Bus auch mal einfach mal vorbei.
Manchmal fährt der Bus auch trotz dieser Vorkehrungen weiter.
Hintergrund ist dann, dass der Busfahrer einschätzt, dass der Tata
schon zu voll ist. Ist man aber erst einmal drin und will man
aussteigen, ruft man laut und deutlich „Arret Devant“
(Vorne Halten) durch den Bus oder sagt direkt beim Busfahrer Bescheid.
Oft ist es auch nicht wirklich einfach, die Haltestelle überhaupt
zu finden, weil entweder das Haltestellenschild oder die Markierung auf
der Fahrbahn oder auch beides schlichtweg fehlt. Hier hilft nur Fragen
bei der netten Bevölkerung, die einem stets hilfsbereit zur Seite
steht. Fahrpläne werden auch nicht immer ausgehängt und
enthalten offenbar nie alle Haltestellen der Strecke, meist nur einige
wenige. Auch hier kann man sich nur mit Nachfragen behelfen. Mit dem
Fahrplan selbst sieht man es auch nicht ganz so eng, die Busse haben
teils heftige Verspätung oder kommen auch mal gar nicht. Hier
hilft nur, sich eine Scheibe Entspanntheit von den Seychellois
abzuschneiden und locker zu bleiben. Leider gibt es nur in Victoria am
Busterminal Busfahrpläne, die man sich am besten besorgt, wenn man
das erste Mal dort ist. Im Zweifelsfall hilft ein Anruf bei der SPTC
unter 280227.
Mahé ist, wenn man es
kennen lernen möchte, dann doch überraschend groß. Die
je nach Abfahrts- oder Zielort selten verkehrenden Busse decken bei Weitem nicht die
ganze Insel ab. Insofern muss man, möchte man die Insel wirklich entdecken, zwangsläufig mobil sein.
Natürlich kann man sich einen Mietwagen besorgen, allerdings nur
wenn man gute Nerven hat. Viele Straßen (so es denn welche gibt)
sind unbefestigt, extrem kurvenreich, steil und eng. Neben Ihnen
oftmals tiefer Abgrund. Wenn Ihnen dann noch einer der nicht gerade
defensiv fahrenden Tata-Busse entgegenkommt, wird´s wahrlich
abenteuerlich. Dazu kommt dann noch, dass Sie als Ortsunkundiger
wahrscheinlich mehr Zeit mit Suchen als mit Ankommen verbringen. Eine
super Alternative ist ein Taxi für einen Tag: kostet ca. 100
€ und ist somit auch nicht viel teurer als ein Mietwagen. Vorteil:
sie haben einen Fahrer der sich auskennt, Ihnen während der Fahrt
allerlei Wissenswertes über Land und Leute erzählen kann und
auch vor Ort mit Sachkunde zu begeistern weiß. Vor allem aber
haben Sie Zeit und Ruhe, die Landschaft und die vielen grandiosen Ausblicke zu
geniessen. Am besten erkundigen Sie sich einfach in Ihrer Unterkunft nach einem Fahrer.
Die
Seychellois können wohl ohne Übertreibung als Musik
begeistert bezeichnet werden. Selbst in der abgelegensten
Wellblechhütte im Urwald dürfen die flotten Segas-Sounds nicht
fehlen. Allerdings
ist es gar nicht so einfach, CDs der einschlägigen Künstler
zu bekommen. Nicht verwunderlich, die Releases kommen schließlich
nur bei kleinen lokalen Labels heraus, die Auflagen sind entsprechend gering
und einen professionellen Vertrieb gibt es im Prinzip nicht. Gute
Gelegenheiten, heimische Musik zu erstehen sind die Läden unweit
des Clarke-Marktes in Victoria. Ein echter Geheimtipp ist auch der
Duty-Free- Shop am Flughafen, bei dem man sich kurz vor Abflug noch mit
musikalischen Andenken eindecken kann. Dort findet man oft sogar die Rariräten, die man
zuvor vergeblich gesucht hat. Dem technischen Fortschritt sei Dank
ist es mittlerweile auch möglich, im heimischen
Wohnzimmer kreolische Musik zu empfangen. Es gibt einige
Internetradiosender, die ganztägig den sonnigen Sound senden. Eine
Auswahl habe ich Ihnen in der Reiselinks-Sektion zusammen gestellt.
Nein,
nicht was Sie jetzt denken. Gemeint sind natürlich Schnorchel- und
Tauchgänge. Die sollten Sie sich angesichts der faszinierenden und
ungefährlichen Unterwasserwelt der Seychellen nicht entgehen
lassen. Wenn Sie damit noch keine Erfahrung haben, nicht
weiter schlimm. Schnorcheln ist schnell und einfach gelernt und die
netten Guides auf den Ausflugsbooten helfen auch gern. Für
Anfänger gibt es im nächsten Punkt schon
einmal einen Schnellkurs.
Wer es noch anspruchsvoller mag, versucht sich im Gerätetauchen (Scuba Diving).
Auch dies kann man hier lernen, es gibt eine Vielzahl von Tauchschulen
und Tauchcentern. Aus meiner Sicht sollte man aber seine zumeist knapp
bemessene Urlaubszeit auf den Inseln nicht damit verschwenden, sondern
besser vorher schon Kurse zu Hause belegen. Zumal Tauchkurse auf den
Seychellen auch kein ganz preiswertes Vergnügen sind. Wer
nicht selber untertauchen will oder kann, hat die Möglichkeit,
die Unterwasserwelt wenigstens durch ein Glasbodenboot kennenzulernen.
Diese bieten Ihre Touren z. B. im St.-Anne-Marine-Nationalpark auf
Mahé an.
Alles was Sie brauchen: eine Tauchermaske, Flossen und natürlich einen
Schnorchel. Am besten Sie bringen die Sachen schon von zu Hause mit.
Für den Anfang reicht sicherlich das günstige Set vom
Discounter um die Ecke. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass die
Maske passt, damit später kein Wasser eintreten kann. Kleiner
Test: Maske ans Gesicht drücken und einatmen. Klebt Sie dann am
Gesicht, passt sie. Vor der Erstbenutzung sollten Sie die Maske
unbedingt mit einem normalen Spülmittel auswaschen. Zum einen die
Gummiteile, da diese sonst Hautirritationen verursachen können.
Zum anderen das Glas, um ein Beschlagen unter Wasser zu vermeiden.
Beim Schnorchel schadet es nicht, wenn er ein Ventil gegen das
Eindringen von Wasser hat (ist heute aber meist Standard) und das Ende
in einer Signalfarbe coloriert ist (damit Sie gesehen werden). Die
Flossen müssen einfach nur passen. Kurz bevor Sie nun zum
ersten Abtauchen ansetzen, sollten Sie die Glasscheibe innen mit etwas
Speichel abreiben. OK, ist jetzt nicht so appetitlich, aber sorgt
für klare Sicht unter Wasser, weil es ebenfalls dem Beschlagen
vorbeugt. Wenn Sie die Maske aufsetzen, achten Sie peinlichst darauf,
dass keine Haare unter der Abdichtung sind, ansonsten dringt Wasser
ein. Nun kommt das Mundstück des Schnorchel in den Mund, mit
den Zähnen fest darauf beißen und mit den Lippen fest
umschließen. Dann sollten Sie den Schnorchel so an der
Taucherbrille arretieren, das er gerade nach oben zeigt. Jetzt noch die
Flossen angezogen und ab geht´s. Im Wasser angekommen, legen Sie
sich flach wie eine Flunder auf das Wasser und senken den Kopf leicht
nach unten bis die Taucherbrille unter Wasser ist. Durch Ihren
Schnorchel atmen Sie tief und langsam ein. Natürlich müssen
Sie darauf achten, dass er über Wasser ist., was aber durch die
Fixierung an der Brille kein Problem sein dürfte. Dringt doch
einmal Wasser ein, auch kein Problem: blasen Sie dieses mit einem
kurzen kraftvollen Atemzug wieder aus. Und nun viel Spass unter Wasser.
Sie werden begeistert sein, versprochen.
Die allgegenwärtigen Geckos sind ebenso harmlose wie putzige
Tiere. Aber es soll ja Leute geben, die von der Vorstellung, ihr
Nachtlager mit den kleinen Flitzern teilen zu müssen, alles andere als
begeistert sind. Wenn Sie dazu gehören, drehen Sie am besten Ihre
Klimaanlage vor dem Schlafengehen weit auf, die Geckos mögen Kälte
nämlich nicht gar nicht (Mücken und Moskitos übrigens auch nicht). Lassen Sie keine
Lebensmittel offen oder unverpackt stehen. Das lockt die kleinen
vernaschten Tiere nämlich an. Halten Sie Fenster und Türen möglichst
verschlossen, erst recht wenn Licht brennt.
Das
ökologische System Seychellen ist äußerst fragil, viele Arten sind nur
(noch) auf dem Archipel heimisch und vom Aussterben bedroht. Es sollte
sich deshalb von selbst verstehen, dass Sie sich in der freien Natur
umsichtig verhalten. Verlassen Sie auf Wanderwegen nicht die
ausgewiesenen Pfade, reißen Sie keine wilden Pflanzen ab. Seien Sie in
der Nähe von Brutplätzen leise, um die äußerst empfindsamen Vögel nicht
beim Brüten zu stören und damit den dringend notwendigen Nachwuchs zu
gefährden. Dies gilt insbesondere für Naturreservate wie Aride oder
Cousin. Passen Sie beim Baden, Tauchen und Schnorcheln bitte auf, nicht
auf Korallen zu treten. Auch die gern als Souvenir mitgenommene
Kokosnuss der Coco-de-Mer sollten Sie besser nicht kaufen. Warum?
Weil zu vermuten ist, dass nicht nur Nüsse aus dem streng
"kontrolliertem" Anbau (beim Verkauf muss ein entsprechendes Zertifikat
beigelegt werden) angeboten werden. Es soll durchaus Verkäufer geben,
welche die Nüsse wild, z. B. im Vallée de Mai, pflücken. Bedenken Sie,
wie selten diese Pflanzen sind und wie lange diese wachsen müssen. Sie
verstehen deshalb sicherlich, wie wichtig deren Fortpflanzung (und
damit die Nüsse als Samenträger) für ihr Bestehen ist. Bitte nehmen Sie
auch keine Korallen oder Muscheln von den Stränden mit. Dies ist zum
einen ohnehin auf den Seychellen verboten und wird in Stichproben bei der
Ausreise kontrolliert. Ausserdem dienen die Muscheln als Lebensraum für
die Einsiedlerkrabben.
Entdecken Sie in der Galerie tausende Reisebilder, die ich an den Traumzielen dieser Welt fotografiert habe. Für entstehendes Fernweh kann aber keine Garantie übernommen werden.
Alle Fotos können im Bildschirm füllenden Großformat angesehen werden. Am besten Sie nutzen die bequeme Diashow-Funktion: Einfach starten, zurücklehnen und geniessen.
Tapetenwechsel gefällig? Laden Sie sich doch einfach eine farbenfrohe Wallpaper (Bildschirmhintergrund) zu Ihrem Lieblingsreiseziel herunter. Natürlich kostenlos.
"Not just another place,
another world."
Aus einer Image-Broschüre
des Seychelles Tourism Board