Tipps für Fotowettbewerbe und CEWE Fotowettbewerb Berglandschaften

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Tipps für Fotowettbewerbe und CEWE Fotowettbewerb Berglandschaften

Kirgistan & Tadschikistan 08 | Bunte Berge, Alaj-Tal, Kirgistan, Kirgisien

Europas größter Fotoanbieter CEWE hat mich gefragt, ob ich Botschafter für den aktuellen Wettbewerb „Berglandschaften“ werden möchte. Als Landschaftsfotograf habe ich eine ganz besonderere Beziehung zu Bergen und habe daher gern zugesagt. Da ich in den letzten Jahren selbst bei zahlreichen renommierten Wettbewerben (Glanzlichter, ipa International Photography Awards, Asferico, uvm.) unter den Gewinnern war, werde ich immer wieder gefragt, wie man eigentlich erfolgreich an Fotowettbewerben teilnimmt. Daher möchte ich meinen Lesern heute auch ein paar Tipps geben.

Wohl fast jeder ambitionierte Fotograf, egal ob Profi oder Amateur, träumt davon, auch einmal bei einem großen Fotowettbewerb zu gewinnen. Schließlich winken Ruhm, öffentliche Aufmerksamkeit für die eigenen Arbeiten und natürlich oft auch attraktive Sach- und Geldpreise. Mittlerweile ist die Teilnahme an Fotowettbewerben daher ein regelrechter Volkssport geworden. Entsprechend hoch sind die Teilnehmerzahlen, die bei manchen Wettbewerben mittlerweile sogar im sechstelligen (!) Bereich liegen. Umso wichtiger ist es, dass man sich von der breiten Masse abhebt, positiv auffällt und einige Grundregeln beachtet.

  • Lasst Euch was einfallen und überrascht die Jury.
    Das ist für mich der wichtigste Tipp überhaupt. Man versetze sich in die Lage der Jury, die binnen kurzer Zeit tausende, wenn nicht zehntausende von Fotos zu sichten hat. Da bleiben für die Betrachtung eines Fotos nur wenige Sekunden, in denen der Jury überzeugt werden will. Ein Foto das zu beliebig ist oder ein Motiv, dass schon tausendfach zuvor fotografiert wurde (Tourismusklassiker zum Beispiel) hat da eher schlechte Karten. Das oft bemühte Zitat von Henri Cartier-Bresson, dass ein gutes Foto ein Foto ist, auf das man länger als eine Sekunde schaut, gilt hier in besonderem Maße. Also, reicht spannende, überraschende und kreative Bilder ein. Ausgefallene, unbekannte Orte, dramatische Licht- und Wetterstimmungen, ungewöhnliche Perspektiven, originelle Bildausschnitte oder eine klare Bildkomposition sind einige vielversprechende Zutaten für ein erfolgreiches Wettbewerbsbild. Wenn ich auf meinen eigenen Auszeichnungen zurückblicke, waren es meist die eher ungewöhnlichen, oft auch abstrakten Fotos, die gewonnen haben.
  • Beachtet den Stil des Wettbewerbs.
    Jeder Wettbewerb ist anders und hat ein ganz eigenes Verständnis von Ästhetik.  Bei dem einen Wettbewerb reüssieren eher künstlerische Motive, eine andere Jury mag eher dokumentarische Bilder. Es macht also auf jeden Fall Sinn, sich einmal die Bilder anzusehen, die in der Vergangenheit bei diesem Wettbewerb gewonnen haben. Meist ist eine gewisse Handschrift des Wettbewerbs auszumachen. Es kann auch nützen, einmal zu recherchieren, wer in der Jury sitzt, weil man dann unter Umständen auch einen gewissen Stil ableiten kann.
  • Lest die Teilnahmebedingungen richtig durch.
    Es mag trivial klingen, ist abervon grundsätzlicher Bedeutung. Viele Teilnehmer machen den Fehler,  die Teilnahmebedingungen nicht richtig zu lesen. Das ist aber wichtig, denn sie geben den formalen Rahmen vor. Fotos, die den Anforderungen nicht genügen werden schlicht aussortiert. Daher sollte man genau hinschauen. Wie viele Bilder mit welchen Maßen sollen bis wann eingesendet werden, welcher Farbraum und welches Dateiformat, ob Rahmen oder Copyrightvermerke erlaubt sind und vieles mehr. Manche Wettbewerbe haben hier ein seitenlanges Regelwerk, das zu beachten für eine erfolgreiche Teilnahme Voraussetzung ist. Alles andere ist vergebene Liebesmüh, Zeit- und Geldverschwendung.
  • Macht Euch bewusst, welche Bearbeitung zulässig ist.
    Bei manchen Wettbewerben gibt es relativ strikte Vorgaben bezüglich der zulässigen Bildbearbeitung. Das trifft vor allem auf naturfotografische Wettbewerbe zu, z. B.  Wildlife Photographer of the Year, Asferico oder Oasis. Dort sollte man tunlichst vermeiden, zu stark bearbeitete Bilder einzureichen. Meistens muss man dort später auch eine Raw-Datei einreichen, an Hand deren die Bearbeitung überprüft wird. Bei anderen Wettbewerben hingegen spielt das Thema Bearbeitung wieder gar keine Rolle.
  • Beachtet das Thema und setzt es konsequent um.
    Auch dieser Tipp klingt eigentlich banal, wird aber regelmäßig missachtet. Schon sehr oft habe ich bei Wettbewerben Einreichungen gesehen, die schlicht am Thema vorbeigehen und daher zwangsläufig disqualifiziert werden. Zum Beispiel geht es um Berglandschaften, eingereicht werden aber Urlaubsfotos von der Ostsee. Oder das Thema ist Wildlife, hochgeladen werden aber Bilder von Hund, Katze oder Schnappschüsse aus dem heimischen Zoo. Bei einem Wettbewerb, bei dem es um Naturschauspiele in Deutschland ging, habe ich diverse Fotos aus den USA, Spanien, etc. gesehen. Das all das nicht zum Erfolg führen kann, liegt auf der Hand.
  • Reicht nur technisch saubere Fotos ein.
    Das Fotos mit schiefen Horizont, unglücklicher Schärfe, schlechter Belichtung, starkem Bildrauschen, Artefakten oder anderen handwerklichen Mängeln die Jury nicht vom Hocker hauen, sollte jedem klar sein. Es sei denn, man hat sie gezielt und bewusst als kreatives Stilmittel eingesetzt. Die meisten Wettbewerbe nutzen die Gewinnerbilder auch weiter, zum Beispiel im Rahmen von Ausstellungen, Katalogen, etc. Eine hochwertige technische Umsetzung und die Verfügbarkeit von hochauflösenden Dateien für den späteren Druck ist daher durchaus wichtig und erhöht die Chancen.
  • Fangt klein an.
    Die Wahrscheinlichkeit, bei den international renommiertesten Awards wie dem Wildlife Photographer of the Year, World Press Photographer oder dem National Geographic Photo Contest unter die Sieger gewählt zu werden, ist denkbar gering und gleicht einem Lotteriespiel. Einer Handvoll Sieger stehen hier zehntausende von  Teilnehmern aus aller Welt auf einem hohen professionellen Niveau gegenüber. Insofern empfehle ich Euch, erst einmal bei kleineren Wettbewerben teilzunehmen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Motive funktionieren und welche eher nicht. Vielleicht gibt es dann auch bald das erste Erfolgserlebnis für Euch.

Wer erst einmal üben möchte, dem empfehle die Fotowettbewerbe von CEWE. Die Teilnahme ist hier erfreulicherweise kostenlos und gleichzeitig gibt es attraktive Preise. Vor allem sind die Wettbewerbsbedingungen recht einfach und problemlos auch für Amateure zu bewältigen.

Beim aktuellen Wettbewerb „Berglandschaften 2015“ sind fotografische Eindrücke aus dem europäischen Hoch- und Mittelgebirge gefragt. Ob Harz oder Schwarzwald, Pyrenäen oder majestätische Anblicke der schneebedeckter Alpengipfel. Es gilt die Jury mit Aufnahmen faszinierender europäischer Berglandschaften zu beeindrucken. Die Preise können sich durchaus sehen lassen, die drei Erstplatzierten dürfen sich über attraktive Reisegutscheine und CEWE-Produkte freuen. Die Teilnahme ist noch bis zum 31.3.2016 möglich.

Zum CEWE-Wettbewerb Berglandschaften 2015 

Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück, Spaß und vor allem Erfolg!!

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