Seychellen – Sehenswertes: Die Strände

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Seychellen – Sehenswertes: Die Strände

Palmenstrand in der Cote d´Or, Praslin, Seychellen

Die Hauptattraktion der Seychellen sind natürlich die vielen paradiesischen Traumstrände und einsamen Buchten. Jeder Strand, auf Kreol übrigens „Anse“ genannt, hat seinen ganz speziellen Charme. Deshalb sollten Sie auch so viele Strände als möglich kennen lernen. Sightseeing meint auf den Seychellen vor allem Beachhopping. Hier eine (wirklich nur) kleine Auswahl der sehenswertesten Strände auf den drei Hauptinseln, die man nicht verpassen sollte.

Strände auf La Digue

Anse Source d´Argent (auch: Anse Source à Jean)

Dieser Strand genießt den Ruhm, die am meisten fotografierteste Sehenswürdigkeit der Seychellen zu sein. Sein Bild darf in keinem Reiseführer und Reisekatalog über die Inseln fehlen. Ein Besuch ist somit ein absolutes Muss für jeden Urlauber auf dem Archipel. Bekannt ist die Szenerie unter anderem aus Werbespots für Bacardi und Raffaelo. Hohe, bizarre Granitformationen glitzern rotbraun oder schimmern samtig dunkelbraun und verleihen dem Ort eine geheimnissvolles Ambiente.   Die Felsen teilen den Strand in viele kleinere Buchten. Das vorgelagerte Riff sorgt für bunt changierende Wasserfarben. Zum Baden ist die Anse Source d´Argent aber auf Grund des flachen Wassers und der vielen Korallen und Steine eher nicht geeignet. Zugang zum Strand erhalten Sie über die Union Estate, eine malerische Kokospalmenplantage. Dies kostet derzeit 4€ oder 5$ Eintritt. Wer sich den sparen möchte, kann am Heliport von La Passe auch ins Wasser steigen und hinüberwaten. Am besten Sie kommen möglichst am frühen Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang. Zum einen sind dann die teilweise zahlreichen Tagesausflügler und Kreuzfahrtenhopper noch nicht da oder schon wieder weg. Zum anderen muss man das zu dieser Tageszeit besonders magische Schauspiel der Farben einfach gesehen haben.

Grande Anse

Ein herrlich weit auslaufender Strand im Südosten, der von La Passe aus, vorbei am Veuve Reservat, gut per Fahrrad oder Fuss zu erreichen ist. Beeindruckend sind die surrealen, rotbraunen Granitfelsen und riesige Kokospalmen zu beiden Seiten. All dies verleiht der Grand´Anse ein wildes, urwüchsiges Flair. Insbesondere zur Dämmerung, wenn der Strand menschenleer ist und sich die letzten roten Sonnenstrahlen in der sprühenden Meersgischt brechen, wirkt der Strand nahezu gespenstisch. Es lässt sich hier in den oft recht starken Wellen herrlich baden und herumtollen. Man sollte wegen der starken Strömung allerdings vorsichtig sein und möglichst den Boden nicht unter den Füßen verlieren. Man trifft bisweilen auch auf einige, zumeist einheimische Welleneiter und Bodysurfer, die sich über die starke Tide natürlich freuen. In Strandnähe kann man sich bei einem einem frisch gepressten Saft oder einem kühlen Cocktail in der sehr netten Strandbar Lautier Coco erfrischen.

Anse Maron

Zu diesem beeindruckenden Strand an der Süd-Spitze La Digues gelangen Sie nur durch eine eingermaßen anstrengenden Wanderung. Sie müssen Ihren Weg beginnend vom Anse Source d´Argent in südlicher Richtung laufen und vor allem finden. Durch Felsspalten, durch dichtesten Regenwald, durch das Meer. Das ganze Abenteuer ist auch als Südumrundung bekannt. Aber die Mühe lohnt sich: Am Ziel angekommen, können Sie in einer durch bizarre Felsnadeln gesäumten Traumbucht die Einsamkeit geniessen. Wenige Meter davor können Sie es sich auch in einem Naturpool voller türkisem Wasser gemütlich machen, dessen linke Seite von zwei riesigen Granitblöcken begrenzt wird.

Anse Cocos

Nordöstlich von der Grande Anse finden Sie diesen meist sehr einsamen Strand. Hierzu verlässt man die Grande Anse einfach linker Hand (zum Meer hin) über den kleinen ansteigenden Weg. Dieser führt durch den dichten Regenwald entlang der Küste und ist mit allerlei Felsen und abgebrochenen Palmen gesäumt. Schließlich erreicht man die zunächst Petite Anse, ebenfalls ein toller Badestrand. An deren Ende beginnt eine Weide, auf dieser führt ein Pfad zu einem in der Ferne zu erblickendem Haus. Dem Pfad folgt man, bis in Richtung Norden wieder Felsen zu sehen sind. Durch deren Öffnung erreicht man den Strand und wähnt man sich tatsächlich im Reich Robinson Crusoes.

Strände auf Praslin

Anse Volbert

Der beliebteste und am stärksten frequentierteste Strand Praslins. Hier sind einige Hotels angesiedelt und es gibt eine gewisse touristischer Infrastruktur. So gibt es hier einige Wassersportangebote. Die Côte d´Or, wie die Bucht auch genannt wird, besticht durch einen schönen breiten Sandstrand. Durch das sanft tiefer werdende, ruhige Wasser prima zu Schwimmen geeignet. Vorgelagert sind die Inselchen St.- Pierre und Sauvre Chauvis, zu denen man sich für einen Schnorchelgang mit einem Boot hinüber bringen lassen kann.

Anse Lazio

Dieser Strand steht in dem Ruf, einer der schönsten Strände der Welt zu sein. Und ja, es ist ein wahres Naturschauspiel. Strahlend weißer Sand, viele sanft schimmernde, rötliche Granitblöcke, Palmenhaine wie aus dem Bilderbuch und fast immer sehr ruhiges türkises Wasser. Zur malerischen Idylle tragen auch die hier oft ankernden Segelschiffe aus aller Welt bei. Ein Bild wie aus einem Werbespot. Der Strand wird zwar stärker besucht als viele andere, bietet jedoch jedem ein eigenes ruhiges Plätzchen, wenn man sich die kleine Mühe macht, in westlicher Richtung durch die Felsen zu gehen. Abgesehen vom legendären Restaurant Bon Bon Plume hat man hier jegliche Bebauung nicht zugelassen.

Aktueller Hinweis: Leider war der Strand 2011 mit traurigen Schlagzeile in der Presse. Zwei britische Badegäste sind in Folge eines bis dahin noch niemals auf den Seychellen vorgekommenen Hai-Angriffs ums Leben gekommen. Die Anse Lazio und weitere Strände in der Umgebung wurden daraufhin bis auf Weiteres zum Baden gesperrt. Mittlerweile sind die Strände wieder freigegeben, da es sich offensichtlich um einen einmaligen, unglücklichen Vorfall gehandelt haben dürfte. Davon unbenommen empfehle ich, sich vor dem Baden in dieser Region bei den Einheimischen zu erkundigen.

Anse Kerlan & Grande Anse

Eine kilometerlange sichelförmige Bucht entlang des gleichnamigen Ortes. Zumindest der nordwestliche Teil ist super zum Schwimmen und für ausgedehnte Strandspaziergänge bis hin zur Anse Kerlan geeignet. Viele Guesthouses und Hotels haben sich hier direkt am Strand angesiedelt. Tipp: machen Sie eine Strandwanderung zur Dämmerung, der Sonnenuntergang vor der sanften Kulisse der vielen vorgelagerten Inselchen lässt das Herz jedes Romantikers garantiert höher schlagen.

Anse Georgette

Ein weiterer Traumstrand, eingerahmt in hohe, sattgrün bewachsene Berge und Granitfelsen. Auf Grund der langsam ansteigenden Wassertiefe, geringer Brandung und dem weichem Sandmeerboden perfekt zum Schwimmen und Baden geeignet. Zu Land begeistert der puderzuckerfeine, blendend weiße Sand. Der Zugang ist für Nicht-Gäste des Luxusressorts „Lémuria“ allerdings etwas aufwendig. Entweder kommt man gleich per Wasser oder geht den Weg über die Ressortanlage. Einlass bekommt man aber in der Regel nur nach vorheriger Anmeldung, wenn überhaupt. Alternativ läuft man von der Endhaltestelle Mont Plaisir hinein in die Berge und „schmuggelt“ sich dann den Rest des Weges über den Golfplatz (Vorsicht vor fliegenden Golfbällen!). An der rechten Seite der Bucht führt ein Weg auf die Berge hinauf. Wenn man diesem folgt, gelangt man in einer etwa dreistündigen (recht schweißtreibenden) Wanderung mit grandiosen Ausblicken an die Anse Lazio.

Anse La Blague

Das Besondere an dieser Bucht ist die absolute Abgelegenheit und Unberührtheit.  Abgesehen von einigen Fischern, die von ihren Ausfahrten heimkehren, verirrt sich kaum jemand hierher. Am besten Sie wandern von der Anse Takamaka oder kommen von der holprigen Straße von Baie Ste. Anne über den Palmenwald hierher. Die Bucht an sich ist sehr malerisch und spätestens seit der Schließung des La Vanille völlig untouristisch. Die Lage gewährt idyllische Aussichten auf mehrere Inseln, unter anderem La Digue. Vorgelagert ist ein sehr schönes Riff, so dass Sie Ihre Schnorchelsachen mitbringen sollten.

 

Strände auf Mahe

Anse Soleil

Dieser Strand liegt nicht eben zentral und ist über einen ca. 2,5 km langen Fußmarsch oder eine Holperfahrt  von der Haltestelle Baie Lazare aus zu erreichen bzw. Man wird belohnt mit einer Bucht, die wahrhaft grandiose Aussichten auf das gebirgige Hinterland (Morne Seychellois National Park) bietet. Das Wasser wird schnell tief, der Meeresgrund ist gesteinsfrei und es gibt keinerlei Strömung. Ein sehr schönes Korallenriff und einige imposant aus dem Wasser ragende Granitfelsen sind vorgelagert. Insofern ein optimaler Spot zum Schnorcheln und Schwimmen. Wenn man danach hungrig ist, sorgen das Strandcafe des kleinen Beachcomber Hotels oder das Anse Soleil Restaurant für preiswertes leibliches Wohl vor idyllischer Kulisse. Wer etwas mehr Zeit hat und mit dem Mietwagen da ist, sollte sich auch den grandiosen Sonnenuntergang nicht entgehen lassen.

Anse Takamaka

Eine schmale, sichelförmige Bucht wie aus dem Bilderbuch, gesäumt von Palmen, die fast ins Meer ragen. Südlich türmen sich riesige, beeindruckende Granitblöcke auf. Durch die recht starken Wellen und Gestein im Wasser aber nur bedingt zum Baden geeignet. Stärken können Sie sich im beliebten Beachrestaurant „Chez Batista“.

Anse Major

Ein hübscher feinsandiger Strand, der sowohl zum Schwimmen als auch zum Schnorcheln gut geeignet ist. Vom Wasser aus entfaltet sich ein traumhafter Blick auf die sattgrünen Bergwälder des Morne Seychellois Parks, der direkt im Hinterland aufzusteigen beginnt. Auf Grund der Abgeschiedenheit ist man hier oft allein. Man kann den Strand über eine ca. 2-stündige, ausgeschilderte Wanderung von Danzil aus erreichen, die auf Grund der großartigen Aus- und Einblicke an sich schon ein Erlebnis ist.

Anse Intendance

Für viele der schönste Strand der Seychellen. Auf alle Fälle begeistert der sehr weitläufige, langgestreckte Sandstrand, der durch schönen Kokospalme und leuchtende Bodamyen-Pflanzen gesäumt ist. Am nördlichen Ende finden Sie die Luxusvillen des Banyan Tree Resorts, dessen betuchte Gäste aber das Bad im Pool vorzuziehen scheinen. Jedenfalls ist die Anse Intendance oft erstaunlich menschenleer. Recht starke Wellen, da kein vorgelagertes Riff. Gut zu erreichen über die Straße von Quatre Bornes.

Cote d´Or (Beau Vallon Bucht)

Diese Bucht ist das touristische Zentrum der Seychellen Aber keine Sorge, von Mittelmeerverhältnissen ist man hier weit entfernt. Beliebtheit hat die Bucht vor allem auf Grund ihres lang auslaufenden feinen Sandstrandes, dem gesteinsfreien Meeresgrund, dem langsam ansteigenden Meeresspiegel und dem Fehlen gefährlicher Strömungen erlangt. Allerdings gibt es hier auch keine Gesteinsformationen und Korallen, ist aber gerade deshalb zum gefahrlosen Baden und Schwimmen gut geeignet Viele größere Hotels haben sich hier angesiedelt. So findet man auch eine gewisse Auswahl an Wassersportangeboten. Sogar Rettungsschwimmer gibt es hier, auf den Seychellen eine Seltenheit. Für einen Badeurlaub mit Familie und Kindern ist die Bucht insofern ideal. Toll sind übrigens die Sonnenuntergänge, die man hier in einer der zahlreichen Beachbars genießen kann.

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