Seychellen – Reisetipps: Sicherheit und Gesundheit

BLOG!

Seychellen – Reisetipps: Sicherheit und Gesundheit

Die Seychellen gelten nach wie vor als ein sicheres Reiseziel. Es gibt keine gefährlichen Tropenkrankheiten wie z. B. Malaria, keine gefährlichen Tiere und keine verheerenden Wetterphänomene wie Tsunamis oder Hurricanes. Auch die Krimininalität ist  für die Region vergleichsweise gering. Dennoch sollten einige grundlegende Sicherheitsmaßnahmen beachtet werden.

Nehmen Sie Badeschuhe mit.

An einigen Stränden ist der Meeresgrund recht steinig und mit Korallenstückchen versetzt. Auch Seeigel und seltener giftige Fische (z. B. Steinfisch) können am Meeresboden vorkommen. Deshalb sollte man unbedingt Badeschuhe immer dabei haben. Am besten ein Modell mit Profil bzw. Noppen, das auch auf rutschigen Felsen genügend Halt bietet.

Der richtige Schutz vor Insekten und sonstigen Tierchen.

Zwar gibt es auf den Seychellen im Gegensatz zu anderen tropischen Destinationen keine Malaria. Schmerzende Insektenstiche sind aber sicherlich dennoch nicht gerade das, was man sich im Traumurlaub wünscht. Zum Schutz gegen tropische Mücken und Moskitos haben sich das hierzulande erhältliche Anti-Brumm oder anderer DEET-haltige Mittel bewährt. Wer das doch recht aggressive DEET nicht verträgt, kann es auch mit pflanzlichen Mitteln auf Zitronensäurebasis versuchen. Die Einheimischen schwören auf das vor Ort erhältliche Peaceful Sleep oder Räucherspiralen. Eher nicht schützen werden Sie diese Mittel zum Schutz vor den berüchtigten Sandflies, die gelegentlich an manchen Stränden im Sand auftreten. Mit Vorliebe legen diese ihre Eier in trockenem Seegras ab. Diese Stellen sollte man also meiden und vorsichtshalber immer ein großes Handtuch unterlegen. Wenn es doch zu einem Stich gekommen sein sollte, am besten mit kühlen. Um den Juckreiz zu lindern haben sich Tigerbalsam oder kühlende Gels bewährt. Bei Sandfly-Stichen sollte man keinesfalls kratzen, da es sonst schnell zu Infektionen kommen kann.

Die allgegenwärtigen Geckos sind ebenso harmlose wie putzige Tiere. Aber es soll ja Leute geben, die von der Vorstellung, ihr Nachtlager mit den kleinen Flitzern teilen zu müssen, alles andere als begeistert sind. Wenn Sie dazu gehören, drehen Sie am besten Ihre Klimaanlage vor dem Schlafengehen weit auf, die Geckos mögen Kälte nämlich nicht gar nicht (Mücken und Moskitos übrigens auch nicht). Lassen Sie keine Lebensmittel offen oder unverpackt stehen. Das lockt die kleinen vernaschten Tiere nämlich an. Halten Sie Fenster und Türen möglichst verschlossen, erst recht wenn Licht brennt.

Brechen Sie bei Ausflügen stets früh auf und nehmen Sie eine Taschen- oder Stirnlampe mit.

Anders als in unseren Breitengraden geht die Sonne sehr früh (18.oo Uhr) und schnell (ca. eine halbe Stunde Dämmerung) unter. Da vielerorts keine öffentliche Beleuchtung existiert, ist es dann stockfinster, insbesondere bei Neumond. Wenn Sie von der rasch einbrechenden Dunkelheit nicht mitten auf einem unbekannten, unwegsamen Pfad durch die Felsen an der Küste oder im ohnehin schon dunklen Regenwald überrascht werden wollen, sollten Sie früh aufbrechen. Aus diesem Grund sollten Sie auch immer eine Taschen- oder besser Stirnlampe dabei haben. Man sollte die Wegzeiten nicht unterschätzen. Was im Reiseführer oder bei Google Earth noch einfach machbar aussieht, erweist sich in der Praxis nicht selten als schwer zugänglich und damit zeitaufwendig. Viele Pfade wuchern durch dichte Vegetation regelmäßig zu und sind dann nur noch schwierig zu finden.

Informieren Sie sich vor Ausflügen am Wasser über die Gezeiten.

Bei manchen Touren ist es unabdingbar, einige Abschnitte durch das Meer zurückzulegen. Dies trifft zum Beispiel auf die legendäre Südumrundung La Digues zu. Klar, dass Sie nicht gerade dann im Wasser sein sollten, wenn die Flut einsetzt. Es kann schnell gefährlich werden, wenn das Wasser langsam aber unaufhaltsam steigt und man auf Grund der Unterströmungen kaum noch Halt am Meeresboden findet. Wer es schon einmal erlebt hat weiß, dass man auf dieses Erlebnis bei aller Abenteuerlust gern verzichten kann.

Besorgen Sie sich anständige Wanderkarten.

Auf den Seychellen gibt es eine Vielzahl großartiger Wander- und Trekkingstrecken, die neben faszinierenden Einblicken in die heimische Tier- und Pflanzenwelt auch großartige landschaftliche Erlebnisse garantieren. Meist ist man allein auf weiter Flur. Es gibt auch eine kleine Auswahl entsprechender Karten. Diese bekommen Sie nach meinen Erfahrungen allerdings nur in Victoria und zwar im Fremdenverkehrsamt (im Indepence House) oder wenden sich an die Survey Division in Mahé, die ihr Büro gleich daneben hat.Empfehlenswert sind auch die Wanderführer „Nature Trails and Walks“, die ebenfalls im Fremdenverkehrsamt oder im Botanischen Garten erhältlich sind.

Nehmen Sie sich für anspruchsvolle Touren einen Guide.

Man darf jedoch nicht unbedingt die gut begehbaren und ausgeschilderten Wanderwege erwarten, die man aus Europa gewöhnt ist. Was in der Karte als Weg eingezeichnet ist, stellt sich vor Ort oft allenfalls als Trampelpfad heraus. Voraus gesetzt man findet ihn überhaupt. Oft sind die Wege nämlich durch die üppige Vegeation zugwuchert. Ausserdem sind manche Touren auch nicht ganz ohne Risiko, vor allem wenn es an der Küste oder auf steilen rutschigen Bergpfaden entlang geht. Insofern empfehle ich Ihnen, für bestimmte Touren einen Guide zu engagieren. Vorteile: sie müssen nicht die knappe Zeit mit Suchen verschwenden, der Führer kann Ihnen unterwegs viel Wissenswertes über Flora und Fauna vermitteln, sie können nicht „verloren“ gehen und wenn doch mal etwas passieren sollte, haben Sie jemanden, der Ihnen helfen und Hilfe holen kann. Routen, bei denen ich Ihnen einen Führer empfehlen würde: Südumrundung La Digue, Besteigung Morne Seychellois und Morne Blanc, Wanderung von Anse Lazio zur Anse Georgette, Salazie Track. Guides, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe: Basil Beaudouin (Mahé), Rhondy mit Hund und Remy Martin (La Digue). Am besten Sie fragen in Ihrer Unterkunft nach oder erkundigen sich bei den örtlichen Agenturen wie Creole, Sea Shell oder Masons. Wenn Sie in Victoria sind, können Sie sich auch an das Fremdenverkehrsamt oder an die Survey Division wenden.

Take care: schöne, gefährliche Kokospalmen!

Viele Strände der Seychellen sind von Kokospalmen gesäumt, was einfach toll aussieht und zweifelsohne zum tropischen Idyll einfach dazugehört. Sie sollten sich aber niemals unter ein Exemplar legen. Dies mag zwar verlockend sein mag, weil die Bäume in der prallen Sonne Schatten spenden. Allerdings fallen bisweilen einige Nüsse unvermittelt herunter. Was mit ihrem Kopf passiert, wenn eine ca. 2 kg schwere Nuss aus 25 Metern Höhe auf Ihren selbigen fällt, brauche ich wohl nicht zu erläutern. Was zugegebenermaßen schon ein wenig lustig klingt, ist es eigentlich gar nicht: immerhin werden jährlich mehr Menschen von herabfallenden Kokosnüssen getötet als durch Haiangriffe.

Ignorieren Sie nicht die Warnschilder an den Stränden!

Man hat die mehrsprachigen Warntafeln dort nicht ohne Grund aufgestellt. An diesen Stränden gibt es eine starke Strömungen und eine kräftige Brandung, meist weil kein Riff vorgelagert ist. Besonders gefährlich sind unkalkulierbare Unterströmungen und zum Meer gerichtete Strömungen. Dort sollten Sie sich nur soweit ins Wasser gehen, wie Sie noch stehen können und nicht den Boden unter den Füssen verlieren. Auf Schwimmen sollten Sie dann besser gänzlich verzichten. Leider kommen jedes Jahr mehrere Menschen in den Fluten um, weil Sie diese einfachen Regeln nicht beachtet haben. Übrigens: die Strände auf den Seychellen werden in der Regel nicht durch Rettungsschwimmer überwacht (mit Ausnahme von einigen touristischen Hot Spots wie der Beau Vallon-Bucht).

2011 hat es auf den Seychellen erstmalig einen Haiangriff auf Menschen gegeben, der leider für zwei Urlauber tödlich endete. Der Vorfall ereignet an der beliebten Anse Lazio auf Praslin, die daraufhin gesperrt wurde. Kurz darauf ist der Strand aber zum Baden wieder freigegeben worden, weil man annimmt, dass es sich hierbei um einen traurigen, aber dennoch äußerst seltenen Einzelfall gehandelt haben soll. Vorsichtshalber sollte man sich dennoch vor Ort bei den Einheimischen nach den aktuellen Erkenntnissen erkundigen.

Lassen Sie Ihre Sachen nicht unbeaufsichtigt am Strand liegen.

Grundsätzlich ist die Kriminalität auf den Seychellen vergleichsweise gering, allerdings hört man in den letzten Jahren immer häufiger von Diebstählen und anderen Delikten. Dennoch gilt wie überall auf der Welt: Gelegenheit macht Diebe. Vor allem an abgelegenen, menschenleeren Stränden, soll es manchmal zu Diebstählen nach Guerilla-Manier kommen: der Dieb versteckt sich im dichten Unterholz und wartet, bis die badehungrigen Touristen im Wasser sind. Wenn diese dann in den Fluten tollen, kommt er blitzschnell aus dem Dickicht gesprungen und nimmt Geld, Kamera und Wertsachen an sich. Ehe man begriffen hat, was gerade passiert ist, ist der Dieb längst wieder verschwunden. Sie sollten also nichts Wertvolles mit an den Strand nehmen und Ihre Sachen möglichst nicht außer Acht lassen. Sind Sie völlig allein am Strand (was hierzulande nicht selten ist), sollte besser einer zurück bleiben. Auch im Hotel sollten sie vorsichtshalber Türen und Fenster geschlossen halten, was gleichzeitig den Vorteil hat, dass Sie auch Insekten und Geckos außen vor lassen.

Lesen Sie aktuelle Reiseliteratur über die Seychellen.

Die Auswahl an Seychellen-Reiseführern ist überschaubar, die meisten werden dafür regelmäßig aktualisiert, zum Beispiel der Klassiker von Seychellen-Spezialist  Wolfgang Därr. Hier kann man sich nicht nur jede Menge Vorfreude holen, sondern sich auch mit aktuelle Sicherheitstipps versorgen. Einige Literaturtipps habe unten aufgelistet. Und nun bleibt nur noch, Ihnen eine sichere und wunderschöne Seychellen-Reise zu wünschen.

Ähnliche Beiträge

Kommentare

Ihr Kommentar

Pflichtfeld

Pflichtfeld